CDU-Update zum Steichelzoo

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Für uns ist glasklar: Der Streichelzoo im Moerser Freizeitpark braucht eine Umgestaltung, eine neue und gute Lösung für die Grünflächen, für die Tiere und vor allem für den Freizeit- und Erholungswert in unserer Stadt. Eine schöne und adäquate Lösung, die Freizeit und Bildung vereint. Da stehen wir voll und ganz hinter und das haben wir auch immer getan.

Nur, nicht so! Natürlich kostet ein Umbau und die damit einhergehende Neugestaltung Geld. Und wir haben den ersten Überlegungen auch zugestimmt. Allerdings nicht zu jedem Preis und nicht als Freifahrtschein für jegliche Planung. Wir haben seinerzeit schon die Bitte geäußert, dass geprüft werden soll, ob Konzepte von Dritten umgesetzt werden können. Hierzu haben sich nicht nur der SCI Moers, sondern auch die Systemischen Hilfen Niederrhein bereits vor längerer Zeit beworben.

Die Stadt hat leider in vielen Projekten bewiesen, dass die zuerst geplanten Kosten in keiner Weise eingehalten werden und wir mussten immer wieder horrenden Nachträgen zustimmen. Aktuell bestes Beispiel ist der Volkspark Neu:Meerbeck. Ein tolles Projekt, das richtig und wichtig für den Stadtteil ist. Aber wir können uns einfach nicht immer alles leisten, ohne auf die Kosten zu achten! So erleben wir nun ein bekanntes Szenario beim Thema Streichelzoo. Bei der gesamten Planung werden offenbar zu viele verschiedene Wünsche berücksichtigt, die die Folgekosten vor allem auf lange Sicht wahrscheinlich immens in die Höhe treiben werden – nach den aktuellen Plänen der Verwaltung, kostet der neue Streichelzoo die Stadt jährlich 300.000 Euro. Beim alten Streichelzoo waren es bislang 140.000 Euro, bei den ersten Neuplanungen wurden im November 270.000 Euro kalkuliert. Bei so einer Kostenaufstellung und Planung fehlt uns die Weitsicht, insbesondere was den städtischen Haushalt angeht.

Eine Lösung, die hohen Neugestaltungskosten von 1,76 Millionen Euro und die bereits genannten jährlichen Folgekosten nicht alleine zu tragen, wären Partner! Starke, heimische Träger, mit denen sich die Stadt dann die Kosten teilen könnte. Und obendrein würden solche Partner Expertise und Know-how mitbringen. Solche Expertinnen und Experten verlangt die Neugestaltung auch. Schließlich soll der geplante neue Streichelzoo ja nicht nur ein Ort werden, an denen sich die Menschen in Moers an den Tieren erfreuen können. Auch eine Bildungsstätte soll hier entstehen, eine Art Klassenzimmer im Freien. Eine tolle Idee, wie wir finden. Und zu dieser Idee haben sich auch schnell viele mögliche Partner gefunden, die den neuen Streichelzoo mit unterhalten wollen. Aber diese Partner werden bis heute von der Verwaltungsseite vehement abgelehnt. Das können wir absolut nicht nachvollziehen und das geplante Modell deswegen auch nicht mittragen! Zumal die Haushaltssituation in Moers seit Jahrzehnten prekär ist. Und das hat im Übrigen mit der desolaten Haushaltspolitik der SPD zu tun. Hätten die Moerser Genossen unsere

Sparvorschläge in der Vergangenheit angenommen, wäre der finanzielle Ausgangspunkt für die Grafenstadt höchstwahrscheinlich ein besserer. Und nur am Rande: für uns war der Streichelzoo auch nie Wahlkampfthema, wie behauptet. Wir haben Stellung bezogen und immer klar gemacht, dass wir als CDU-Fraktion uns klar zu einem Streichelzoo bekennen und die Neuplanungen endlich in die Hand nehmen müssen. Denn vom Streichelzoo profitieren wir alle. Aber eben nicht so! Bleibt das Bündnis bei seiner Haltung, dass wir die Neugestaltung städtisch realisieren müssen und keine tragbaren Alternativen in Betracht zieht, wird es für uns alle am Ende möglicherweise teurer!

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